Mutters Sohn - Mutters Tochter ?
Interview-Partner gesucht

 

 

In Deutschland leben etwa 30 % aller ledigen Männer, die älter als 27 Jahre sind, bei ihren Müttern.
Und ich behaupte, dass etwa 30 % aller verheirateten Männer auch noch mit ihrer Mutter verbunden sind, so verbunden,
dass sie nicht in ihren Familien, bei Ihren Frauen ankommen und damit gebannt sind. Sie sind abhängige Söhne geblieben.
Alle, die es betrifft, wissen, was ich meine. Und es findet keine Öffentlichkeit.
Diese braucht es aber, damit Zusammenhänge sichtbar werden, erkannt werden und auch geändert werden können.
Jahrtausende gab es in der Menschheitsgeschichte Initiationsrituale, insbesondere bei den indigenen, naturverbundenen Völkern.
In diesen Ritualen wurden Ablösungsprozesse in beschützten Rahmen durchgeführt.
In unserer westlichen, christlich geprägten Kultur gab es diese Rituale lange Zeit nicht mehr.
Doch sie erscheinen wieder. Ich selbst wurde 2001 initiiert: "Vom Jungen zum Mann!" und ich weiß aus beruflichen und persönlichen Kontexten, wie fein diese Verbindungen zwischen Kindern und Müttern gesponnen sind und das es lebensnotwendig ist, diese Verbindungen zu verändern.
So zu verändern, dass das Leben weitergehen kann. Was ich damit meine? Das wird von diesem Märchen auf den Punkt gebracht:
"Die Eidechse im Feuer"

Nun bin ich dabei, ein Buch zu diesem Thema zu schreiben und suche Interview-Partner für narrative (erzählende) Interviews.
Es können betroffene Männer sein, doch auch Mütter oder Frauen, die ihre Männer in dieser gebannten Form erleben,
erwachsene Kinder dieser Männer ...

Die Interviews dauern in der Regel etwa 90 - 120 Minuten und werden mit einem Audiogerät aufgezeichnet.
Es gibt eine Grundfrage und dann die Möglichkeit einfach zu erzählen.
Ich habe keine konkreten Fragen, an denen sich das Interview orientiert.
Im Laufe des Erzählens gibt es dann einen Punkt, an dem das Gefühl entsteht: "Nun, das war´s erst Mal."
Dann würde ich an Hand des Erzählten noch konkrete Nachfragen stellen.

Alles wird anonymisiert und so dargestellt, das keine Person erkennbar wird.

Das Interview findet in einem geschützten Rahmen und sehr wertschätzend statt.
Richtig positiv dabei ist, dass beim Erzählen oft eine Veränderung der Beziehung zur Mutter stattfindet, ein Verstehen und Akzeptieren.

Vergebung kann dann folgen und damit auch ein eigener Lebensfluss in Gang kommen, der trägt und nährt.